Freiberg/Hamburg, 12. Mai 2026 – Im Rahmen des Forschungsprojekts „DeCarTrans“ ist ein bedeutender Durchbruch gelungen: Erstmals wurde in Dänemark produziertes eMethanol in großtechnischem Maßstab zu marktfähigem synthetischem Benzin veredelt.
Das Projekt demonstriert erfolgreich, wie erneuerbarer Strom und biogenes CO2 in flüssige, klimaschonende Kraftstoffe umgewandelt werden können. Das Ausgangsprodukt stammt aus der kommerziellen Anlage „Solar Park Kassø“ in Dänemark. In der Großversuchsanlage der TU Bergakademie Freiberg wurden 86 Tonnen dieses eMethanols nach dem innovativen CAC METHAFUEL®-Verfahren in synthetisches Benzin transformiert.
Die Highlights des Einsatzes:
- Technologische Reife: Die Umwandlung von eMethanol zu Benzin (Methanol-to-Gasoline) ist industriell einsatzbereit.
- Vielseitige Kraftstoffe: Die LOTHER GRUPPE und die eFUEL GROUP entwickelten aus dem Rohprodukt verschiedene marktfähige Sorten, von Standardbenzin (RON95 E10) bis hin zu Hochleistungs-Racing-Kraftstoffen.
- Sofort einsetzbar: Das synthetische Benzin dient als „Drop-in“-Kraftstoff. Das bedeutet, die bestehende Fahrzeugflotte und Infrastruktur (Tankstellen, Logistik) können ohne technische Anpassungen genutzt werden.
- Hohe CO2-Ersparnis: Im Vergleich zu herkömmlichem fossilem Kraftstoff werden die CO2-Neuemissionen um rund 90 Prozent reduziert.
Eine Brücke zur Energiewende
„eMethanol schlägt eine industrielle Brücke zwischen erneuerbarer Stromerzeugung und marktfähigen flüssigen Kraftstoffen“, erklärt Hanspeter Tiede, CFO der Lother GmbH. Besonders für Verkehrssegmente, die schwer zu elektrifizieren sind, bietet dieser Pfad ein enormes Skalierungspotenzial für den Klimaschutz.

Die erfolgreiche Kooperation der Partner aus Forschung und Wirtschaft unterstreicht, dass integrierte Wertschöpfungsketten für eFuels bereits heute Realität sind.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Gesamte Pressemitteilung öffnen (PDF)



